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Elstal e.V.
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Olympisches Dorf von 1936
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Elstal besteht aus den Siedlungen:

Eisenbahnersiedlung,
Stahlhaussiedlung,
Steinhaussiedlung,
Thälmannplatz,
Karl-Marx-Straße,
Kirschsteinsiedlung,
Scharnhorstsiedlung,
Eulenspiegelsiedlung,

Kiefernsiedlung,
Radelandberg,
Heideländer,
Olympisches Dorf.
Eisenbahnersiedlung:

Am 01.November 1918 wurde der Gutsbezirk Elstal gebildet. Dafür wurden Flächen aus den Gemarkungen Dyrotz, Hoppenrade, Buchow-Karpzow und Ferbitz zugeordnet. Der Gutsbezirk wurde gebildet, damit eine Eisenbahnersiedlung zur Schaffung von Wohnungen für die Beschäftigten des Wustermarker Verschiebebahnhofs, der zwischen 1906 und 1909 entstand, gebaut werden konnte.
Schon 1919 wurde nach Entwürfen des Architekten Richard Brademann mit der Errichtung der ersten Häuser begonnen.
Die Errichtung der Eisenbahnersiedlung folgte dem "Gartenstadtkonzept". So entstand im Auftrag der "Gemeinnützigen Reichsbahn-Siedlungsgesellschaft" in Elstal bis zum Anfang der Dreißiger Jahre die Anlage einer kleinen, in sich geschlossenen "Stadt" - mit einem Marktplatz (heute Karl-Liebknecht-Platz), an den sich Läden, Lokale, sowie die Kirche gruppieren. Die 400 Wohnungen dieser einheitlichen Siedlung befinden sich vorwiegend in Baublöcken mit je 4-6 Miet-Reihenhäusern. Zwischen den Blöcken liegen eingeschossige Ställe und Schuppen. Zu jeder Wohnung gehören ca. 400 m² Nutzgarten.
Die Schule nahm im Winterhalbjahr 1921 den Schulbetrieb auf. Die evangelische Kirche wird 1937 geweiht.
Mit der Auflösung aller Gutsbezirke in Preußen entstand mit dem 30.09.1928 die Gemeinde Elstal.
Die Siedlung wurde 1993 unter Denkmalschutz gestellt.
Stahlhaussiedlung:

Architekt der Stahlhaussiedlung, deren Gebäude 1935/1936 als Mietshäuser für Zivilbeschäftigte des Militärstandortes gebaut wurden, ist Hans Kamper. Er realisierte hier ein Projekt, welches durch staatliche Zuschüsse gefördert wurde.
Die Doppelhäuser sind in Mischbauweise aus vorfabrizierten Montageteilen errichtet.
Die Außenwand zum Beispiel besteht aus Stahllamellen im "System Blecken" von 2,35m Höhe und 1,15m Breite. Die Innenseiten der Wände sind mit holzfasergebundenen Zementplatten (HWL) beplankt.
Äußerste Sparsamkeit herrschte bei der Bemessung der Grundrisse:
Das Erdgeschoß mit 64 m² nimmt neben zwei Zimmer (je ca. 11 m²) und einer Wohnküche (14 m²) auch noch eine Wirtschaftsküche, einen Schuppen und einen Stall auf. Beabsichtigt war, den Kleinsiedlern die Selbstversorgung mit Fleisch und Gemüse zu ermöglichen. Dem diente auch ein großer Wirtschaftsgarten.
Nach 1945 zogen in etliche der Stahlhäuser nach und nach auch Flüchtlingsfamilien ein, die zuvor unter extrem ungünstigen Verhältnissen in Baracken in Elstal und in den ehemaligen Truppenquartieren untergebracht gewesen waren.
Die Siedlung liegt im Sanierungsgebiet "Ortskern Elstal".
Steinhaussiedlung:

Mitte der 30-er Jahre entstand östlich der Stahlhaussiedlung die Steinhaussiedlung bzw. die sogenannte "Flak-Siedlung". Die Doppelhäuser wurden auf relativ großen Grundstücken errichtet. Die Siedlung hat einen Kleinsiedlungscharakter und liegt im Sanierungsgebiet "Ortskern Elstal".
Thälmannplatz:

Nördlich der Eisenbahnersiedlung wurden für die Wehrmacht zwischen 1936 und 1939 auf dem Ernst-Thälmann-Platz (damals Hindenburgplatz) zweigeschossige Wohnbauten errichtet.
Im Jahre 1984 wurde der Ernst-Thälmann-Platz mit seinen Häusern, die bis dahin von den sowjetischen Offiziersfamilien bewohnt wurden, für die Gemeinde Elstal freigegeben. Gegen den Widerstand der Verantwortlichen des damaligen Kreises Nauen wurde die Konversionsmaßnahme trotzdem realisiert. Zwischen 1985 und 1987 wurden diese Gebäude nach entsprechenden Um- und Ausbauten vor allem an Elstaler Bürger vergeben. Insgesamt konnten 72 Wohnungen übergeben werden.
Karl-Marx-Straße:

Zur besseren Versorgung der Beschäftigten des Bahnhofes mit Wohnraum wurden Anfang der 50er Jahre 102 Wohnungen in der Karl-Marx-Straße neu gebaut.
Die Wohnungen wurden im Jahr 1997 saniert und modernisiert.
Kirschsteinsiedlung, Scharnhorstsiedlung, Eulenspiegelsiedlung:

Die Siedlungen sind ihrem Erscheinungsbild nach eigenständige Siedlungen mit einem hohen Grünanteil. Die zweigeschossige Gebäude befinden sich nördlich der Rosa-Luxemburg-Allee und entstanden in den 30er Jahren als Unterkünfte für Offiziersfamilien der deutschen Wehrmacht. 1945 bis zum Abzug der sowjetischen bzw. russischen Streitkräfte hatten deren Offiziere mit Familien hier gewohnt.
Die Kirschsteinsiedlung wurde an den Bund der Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland verkauft. Von 1995 bis 1997 wurden 19 Häuser saniert und 7 Neubauten errichtet. Im November 1997 wurde das Bildungszentrum (Hochschule) des BEFG eröffnet. Der Komplex umfaßt Wohn- und Gästehäuser, Lehrgebäude, Mensa, Betreutes Wohnen und eine große Bibliothek mit 60.000 Büchern. Auf diesem Gelände befinden sich auch zwei kleine Kindergärten.
Kiefernsiedlung:

Mitte des Jahres 1935 entstand auf dem westlich gelegenen Teil des Militärgeländes, von der heutigen Rosa-Luxemburg-Allee im Norden und der Bundesstraße 5 im Süden begrenzt, eine ausgedehnte, symmetrisch angeordnete Kasernenanlage, die vermutlich dem Jagdgeschwader Richthofen als Standort diente.
Zwischen 1945 - 1992 dienten die Gebäude als Kasernen den sowjetischen Militärangehörigen. Durch Umfunktionierung einer dreiflügeligen Mannschaftsunterkunft wurde hier die sogenannte Fliegerschule eingerichtet, in der die Kinder der Militärangehörigen unterrichtet wurden.
Im Rahmen der Konversionsmaßnahmen wurden ein Großteil der Mannschaftsunterkünfte zu Wohnungen umgebaut und modernisiert und werden seit 1998 / 1999 vermietet.
Radelandberg:

Bereits im Sommer 1934 veranlaßte Hermann Göring, in seiner Funktion als Minister für Luftfahrt, die Planung und Errichtung einer Garnison für die erste Abteilung des Flak-Regimentes Nr. 22 nördlich der ehemaligen Flieger-Kaserne an der B5. Es entstanden sowohl Mannschaftsunterkünfte als auch Fahrzeughallen und Werkstätten. Östlich der heutigen Hauptstraße sind die Flak-Hallen ortsbildprägend.
Von 1945 bis 1992 wurde auch diese Siedlung durch die sowjetische Armee genutzt. Die sanierten Mannschaftsunterkünfte werden seit dem 01.04.2000 vermietet.



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