Historische Besonderheiten der Regionalgeschichte

Olympisches Dorf von 1936

- ausgewiesenes Flächendenkmal
- Sport- und Wohnensemble
- hochrangiges zeitgeschichtliches Dokument
- architektonisches Baumodell
 

Situation
Das Gelände des Olympischen Dorfes von 1936 gehörte zur Gemarkung Döberitz. Mit dem 6. Gemeinedeneugliederungsgesetz aus dem Jahr 1996 wurde diese Fläche der Gemeinde Elstal zugeordnet. Das Gelände und die Gebäude stehen seit dem Abzug der russischen Militäreinheiten 1992 leer.
 

Geschichte
Die Entscheidung für Berlin als Austragungsort der XI. Olympischen Spiele 1936 fiel am 13.05.1931. Es wurde beschlossen, dem Beispiel Los Angeles zu folgen, das für die Spiele von 1932 in Ermangelung ausreichender Hotelkapazitäten erstmals den Bau eines “Olympischen Dorfes” für die gemeinschaftliche Unterbringung der Olympiateilnehmer realisiert hatte. (Bereits 1924 wurde zur Olympiade in Paris der Vorläufer eines Olympischen Dorfes errichtet.)
 
Die relative Nähe von 14 km zum Reichssportfeld und die günstige Verkehrsanbindung über die mehrspurige Heerstraße machte den Döberitzer Übungsplatz als Standort attraktiv. Am 07.11.1933 fiel die Entscheidung, auf einem 550.000 m² großem Gelände im Elsgrund das Olympische Dorf zu bauen. Bauherr war die Wehrmacht, die auch die Nachnutzung des Geländes und der Gebäude übernahm. Der Reichswehrminister beauftragte den Schöpfer des Reichssportfeldes, Prof. Werner March, mit der baulichen Planung und der Bauleitung des Dorfes. In weniger als 2 Jahren entstanden Empfangs- und Wirtschaftsgebäude, Sportlerunterkünfte, ein Sportplatz mit Fußballfeld, Laufbahn sowie einer Sport- und einer Schwimmhalle.
 
Nach den Olympischen Spielen, die vom 01. - 16.08.1936 stattfanden, diente das Gelände als Olympia-Lazarett Döberitz und als Heeres-Infanterieschule (bis 1945). Danach wurde bis 1992 das gesamte Areal von der sowjetischen bzw. russischen Armee genutzt.
 
Seit dem Abzug der sowjetischen Streitkräfte im Jahre 1999 können das Gelände und einige Gebäude wieder besichtigt werden. Allein zum ersten “Tag der offenen Tür” am 12.09.1999 wurden über 12.000 Besucher gezählt.
 
Da das Interesse an dieser historischen Stätte weiterhin groß ist, werden bis zu heutigen Tage regelmässig Führungen durch das Olympische Dorf von 1936 durchgeführt.
 

Führungen durch das “Olympische Dorf von 1936”

...werden regulär durch die DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement (Eigentümerin) angeboten. In geringem Umfang sind auch Führungen, z.B. für Gruppen, durch Zeitzeugen der Historia Elstal e.V. möglich.
 
Weitere Infos zu den Führungen der DKB Stiftung für gesellschaftliches Engagement finden sie unter: www.olympisches-dorf.de
oder per E-Mail: info@dkb-stiftung.de
 
Anmeldungen für Gruppenführungen durch Zeitzeugen der Historia-Elstal e.V. erbitten wir unter:
Telefon: 033 234 - 862 77
FAX: 033 234 - 862 79
oder per E-Mail an: info@historia-elstal.de
 
Dauer der Historia-Führung:
ca. 2,5 Std. oder nach Abstimmung
 
Bei den Führungen werden auch Informationen zur Entwicklung des Rangierbahnhofes, der Eisenbahnersiedlung und der Kasernenbereiche gegeben.
 

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